Die Reise nach Wien
Wir mussten vom Göttinger Hauptbahnhof nach Wien fahren, da der Zug von Hannover aus nicht fuhr. Wir sind mit dem Zug NJ ÖBB (Österreichische Bundesbahn) nach Wien gefahren. Im Zug gab es am Morgen ein schönes Frühstück und bereit gestelltes Wasser.
Wie haben Sie sich auf das Praktikum vorbereitet?
Lana:
Ich habe mich im Vorfeld gut auf mein Praktikum vorbereitet. Bereits einige Wochen vorher habe ich mir ausreichend Zeit genommen, um eine Packliste zu erstellen, auf der ich genau notiert habe, was ich für die sechs Wochen benötige – sowohl für den beruflichen Alltag in der Kindertagesstätte als auch für mein persönliches Wohlbefinden.
Leon:
Ich musste mich nicht mehr groß vorbereiten, da ich bereits zwei Wochen vorher alles fertig gepackt hatte. Einzig das Wetter habe ich im Blick behalten und mir Gedanken darüber gemacht.
Florian:
Ich habe mich nicht sonderlich gut auf das Praktikum vorbereitet. Für mein Aufenteil in Wien habe ich 2 Stunden vor meiner Abreise angefangen zu packen. Das Ticket was ich mir Holle müsste ( da ich eine Abschluß arbeiten anschreiben musste) das Ticket habe ich mir auch nur eine tag vorher geholt/ gekauft.
Sören:
Ich habe 3 Tage bevor es losgeht meine Tasche gepackt und mir überlegt was ich alles brauche. Zum Beispiel habe ich Hygieneartikeln noch gekauft bevor ich nach Wien fahre, weil diese meist in Deutschland günstiger sind als in Österreich. Des Weiteren habe ich mir überlegt wie das Wetter ist im Wien, da ich schonmal in Wien war, wusste ich das mehr die Sonne scheint und es eher warm ist als kalt. Das bedeutet das ich Klamotten mitgenommen habe die zum Sommer passten.
Warum haben Sie sich für das Europa - Praktikum entschieden?
Lana:
Ich habe mich für das Programm entschieden, weil ich darin eine wertvolle Gelegenheit sehe, mich fachlich und persönlich weiterzubilden.Das Programm bietet mir die Möglichkeit, mein Wissen zu vertiefen, praktische Erfahrungen zu sammeln und neue Methoden kennenzulernen, die ich in meinem zukünftigen Berufsalltag gezielt anwenden kann.
Leon:
Ich hatte schon davon gehört und fand die Idee sehr interessant, einmal selbst daran teilzunehmen. Ich sehe darin eine tolle Erfahrung, von der man viel mitnehmen kann.
Florian:
Ich wurde von einer Freundin überreden dad Praktikum zu machen und zur Zeit bin ich froh das ich mich hier für entschieden habe da ich dadurch neuhe erfahrungen sammeln kann und ich bin zum ersten mall länger von zuhause.
Sören:
Ich habe so ein Praktikum schonmal gemacht und ich wollte es gerne wieder tun um noch mehr Erfahrungen zu sammeln.

1. Woche in Wien
Die Ampeln, in Wien, haben fast alle einen Zebrastreifen, für denn fall das es einen Stromausfall gibt. Dies hat mich persönlich am Anfang verwirrt.

In der ersten Woche in Wien gab es für uns viele neue Eindrücke und auch vieles neu zu entdecken. Zum einen müssten wir uns an diese große Stadt gewöhnen und auch uns neu Orientieren. Zum Beispiel wo man einkaufen kann für unser Essen oder auch wo unsere Kitas liegen.
2. Woche in Wien
In der praktischen Arbeit in der Einrichtung habe ich die Erfahrung gemacht, dass ältere Kinder oft ein besonderes Interesse daran zeigen, die jüngeren beim Schlafenlegen zu begleiten. Sie beobachten aufmerksam unser pädagogisches Handeln und übernehmen gerne kleine Aufgaben, um uns zu unterstützen. Dabei ahmen sie uns nicht nur nach, sondern zeigen auch ein hohes Maß an Empathie und Verantwortungsgefühl. Diese Momente verdeutlichen, wie Kinder voneinander und miteinander lernen – und wie wichtig Vorbilder im pädagogischen Alltag sind.

Am Donnerstag, den 22. Mai 2025, unternahmen wir mit der Kindertagesstätte einen Ausflug zu einem nahegelegenen Spielplatz. Der Weg dorthin dauerte etwa 30 Minuten zu Fuß. Dieser Spaziergang bot mir nicht nur die Gelegenheit, mich gemeinsam mit den Kindern an der frischen Luft zu bewegen, sondern auch Wien aus einer neuen Perspektive kennenzulernen. Besonders auffällig war für mich, dass nahezu alle öffentlichen Spielplätze in Wien eingezäunt sind. Dies dient der Sicherheit der Kinder und verhindert, dass sie unbemerkt das Gelände verlassen oder von außen gefährdet werden.
Der Besuch des Spielplatzes verlief sehr positiv. Die Kinder konnten sich frei bewegen, spielen, rennen und soziale Kontakte pflegen. Ich konnte beobachten, wie wichtig solche Ausflüge für ihre körperliche und soziale Entwicklung sind. Viele Kinder nutzten die Spielgeräte nicht nur zum Klettern und Rutschen, sondern auch zum gemeinsamen Rollenspiel, was ihre Fantasie und Kommunikationsfähigkeiten stärkt.

Ich finde Wien ist eine sehr schöne Stadt. Sie ist sehr groß und hat eine Menge Parks/Spielplätzen. Ich finde es extrem schön, da es meistens ein Spielplatz in der nähe gibt wo es möglich ist sich mit Freunden treffen oder mit den Kindergarten dort hin zu gehen. Die Spielplätzen sind auch meistens nicht sehr klein da es auf denn Spielplätzen Schaukel und wippen gibt.
3. Woche in Wien
Sowohl hier in Österreich als auch in Deutschland gibt es in vielen Kindergärten und Schulen sogenannte Portfolios, in denen Kinder wichtige Erinnerungen, Bilder, Zeichnungen, Fotos und besondere Ereignisse festhalten. Diese Portfolios sind nicht nur eine schöne Sammlung von Momenten, sondern haben auch einen bedeutenden pädagogischen Wert.Zugleich wird die sprachliche Ausdrucksfähigkeit gefördert – vor allem dann, wenn sie über ihre Erlebnisse berichten oder dazu etwas schreiben oder erzählen. Auch Kreativität, Feinmotorik und ein Gefühl für Zeit und Entwicklung werden durch die Portfolioarbeit angeregt.
Darüber hinaus haben Kinder durch das Portfolio später eine sehr persönliche Erinnerung an ihre Kindergarten- oder Schulzeit. Sie können Jahre später noch einmal durchblättern, was ihnen wichtig war, was sie bewegt hat und wie sie sich im Laufe der Zeit entwickelt haben. Es ist also nicht nur ein pädagogisches Instrument, sondern auch ein wertvoller Schatz für ihr weiteres Leben.


Ein riesengroßer Unterschied im Vergleich zu Deutschland ist, dass in Österreich viele Kindertagesstätten die Kinder vollständig selbst versorgen. Das bedeutet, dass die Kinder in der Kita in der Regel mit allem versorgt werden: Frühstück, Mittagessen, Jause (Nachmittagsimbiss) und auch Getränke werden von der Einrichtung bereitgestellt. Die Eltern müssen also nichts mitgeben – das Essen wird entweder frisch vor Ort zubereitet oder von einem Caterer geliefert.
Nur bei besonderen Anlässen wie Ausflügen oder Exkursionen bringen die Kinder eine Trinkflasche oder manchmal eine kleine Jause von zu Hause mit. An normalen Tagen ist das jedoch nicht nötig, was für viele Eltern eine große Entlastung im Alltag darstellt.
In Deutschland ist das oft anders. Dort bringen viele Kinder ihr Frühstück oder ihre Jause selbst von zu Hause mit, und in manchen Einrichtungen müssen Eltern sogar das Mittagessen selbst organisieren oder extra bezahlen. Die österreichische Praxis, die Versorgung zentral in der Kita zu regeln, wird von vielen Familien als sehr praktisch und familienfreundlich empfunden.
Diese Woche ist mir wieder ganz besonders bewusst geworden, wie groß der Unterschied im Betreuungskonzept hier im Vergleich zu anderen Ländern – etwa Deutschland – ist. Ein besonders auffälliger Punkt ist, dass hier Kleinkinder und ältere Kinder oft gemeinsam betreut werden, also in altersgemischten Gruppen zusammen sind.
Das ist ein riesengroßer Vorteil für die kindliche Entwicklung. In solchen Gruppen entsteht ein natürliches Miteinander, bei dem beide Seiten enorm profitieren: Die Kleinen schauen sich viel von den Großen ab – sie beobachten, wie die Älteren sprechen, spielen oder Aufgaben erledigen, und versuchen, es ihnen nachzumachen. Das fördert ihre sprachliche, soziale und motorische Entwicklung ganz nebenbei.
Gleichzeitig übernehmen die älteren Kinder oft eine Art Vorbildrolle. Sie helfen den Jüngeren beim Anziehen, Trinken oder Spielen, was wiederum ihr Verantwortungsgefühl, ihre Empathie und ihr Selbstbewusstsein stärkt. Sie lernen dabei, Rücksicht zu nehmen und sich in andere hineinzuversetzen – wichtige soziale Kompetenzen, die ihnen auch später im Leben zugutekommen.
Diese altersgemischte Betreuung schafft also eine Lernumgebung, in der Kinder auf natürliche Weise voneinander lernen – ganz ohne Leistungsdruck, sondern durch gemeinsames Tun und Erleben. Es ist schön zu sehen, wie gut das funktioniert und wie viel die Kinder davon mitnehmen.

Ich muss sagen, Wien ist eine wunderschöne Stadt – reich an Geschichte, Kultur und beeindruckender Architektur. Doch wenn man durch die Straßen geht, fällt auf: Während manche Viertel herausgeputzt und charmant wirken, sind nur wenige Straßen weiter Gebäude sichtbar, die deutlich vernachlässigt erscheinen, mit Graffiti bedeckt und vom Glanz der Innenstadt weit entfernt. Es entsteht der Eindruck, dass oft nur das gezeigt wird, was man Besuchern präsentieren möchte – während andere Realitäten im Verborgenen bleiben.
4. Woche in Wien
Es gibt keine eigenständige Ausbildung speziell zum sozialpädagogischen Assistenten, sondern in der Regel wird direkt die Ausbildung zum Erzieher bzw. zur Erzieherin absolviert. In der Erzieherausbildung wird großer Wert darauf gelegt, dass die angehenden Erzieherinnen und Erzieher vielfältige Fähigkeiten entwickeln, die sie später in ihrer Arbeit mit Kindern einsetzen können. Ein besonders wichtiger Bereich dabei ist die musikalische Förderung.
Deshalb ist es auch ein fester Bestandteil der Ausbildung, dass die Auszubildenden lernen, ein Musikinstrument zu spielen – meistens ist das die Gitarre. Der Grund dafür liegt darin, dass Musik in der pädagogischen Arbeit mit Kindern eine bedeutende Rolle spielt. Sie fördert nicht nur die sprachliche und soziale Entwicklung der Kinder, sondern schafft auch eine angenehme und kreative Lernatmosphäre.
Aus diesem Grund wird in der gesamten Ausbildung immer wieder auf das Gitarrenspiel zurückgegriffen, es wird geübt, Lieder begleitet und der Einsatz von Musik in verschiedenen pädagogischen Situationen besprochen. Um dies auch im Alltag umsetzen zu können, befindet sich in nahezu jedem Gruppenraum einer Kindertageseinrichtung eine Gitarre, sodass die Erzieher jederzeit spontan musizieren oder musikalische Angebote gestalten können. So wird Musik ein fester Bestandteil des pädagogischen Alltags.

Das Phantom der Oper
Am Freitag den 06.06 gingen wir alle in den Theater „Phantom der Oper". In den Musikal „Phantom der Oper" geht es darum das die Junge Sängerin Christine Daaé sich entscheiden muss. Entweder für das Phantom, was ihre musikalische Ausbildung fördert und somit versucht Christine Daaé an sich zu binden oder sie entscheidet sich für den jungen Adligen Raoul, in den sie verliebt ist.


5. Woche in Wien
Ich war auf dem Sommerfest der Kita. Ich muss sagen, dass ich es sogar interessant fand. Wir haben uns zunächst am Standort mit dem gesamten Kita-Team und den Eltern getroffen. Um 16 Uhr begann das Fest, und wir haben die Lieder gesungen, die wir zuvor geübt hatten.
Danach wurde das Buffet aufgebaut, und sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen durften sich etwas nehmen. Ich stand meistens nur herum, da ich mit den Eltern nicht viel zu tun hatte. Trotzdem war es eine gute Erfahrung.
Ich muss sagen, als ich hierhergekommen bin, dachte ich zunächst, es sei nur eine normale Einrichtung. Doch schnell wurde mir klar: Es ist mehr als das. Die Einrichtung bietet ein sehr angenehmes Klima – niemand beschwert sich über andere, der Umgang miteinander ist respektvoll und freundlich.
Wenn man ein Auslandspraktikum absolvieren möchte, kann man daraus wirklich viel mitnehmen – so wie ich es auch getan habe. Besonders in Bezug auf die pädagogische Arbeit mit Kindern habe ich viele wertvolle Erfahrungen gesammelt. Aber auch für mein privates Leben konnte ich viel lernen. Ich habe mein Wissen erweitert und mich persönlich weiterentwickelt.
Des Weiteren waren wir im Haus des Meeres. Dort konnten wir viele Tiere sehen/ Beobachten wie zum Beispiel Schildkröten, Fische oder Haie. Auf dem Dach gab es sogar ein Restaurant mit dem besten Pommes auf der ganzen Welt. Von dort aus hatte wir eine schöne Aussicht auf Wien.


In Wien sind viele Spielplätze ab 20:00 Uhr gesperrt. Diese Maßnahme dient mehreren Zwecken. Einerseits soll damit sichergestellt werden, dass bestimmte Regeln eingehalten werden – zum Beispiel der Lärmschutz für die Anwohnerinnen und Anwohner, die in der Nähe des Spielplatzes wohnen. Gerade in den Abendstunden kann Lärm als störend empfunden werden, wenn Kinder oder Jugendliche laut spielen, Musik hören oder sich in Gruppen versammeln.
Andererseits geht es auch um die Sicherheit – sowohl für Kinder als auch für andere Personen. In der Dunkelheit steigt die Unfallgefahr, da Spielgeräte wie Rutschen, Klettergerüste oder Schaukeln schwerer zu sehen sind. Auch können sich Jugendliche oder Erwachsene nachts auf Spielplätzen aufhalten und dort Dinge tun, die nicht erlaubt oder sogar gefährlich sind – wie z. B. Alkohol trinken, rauchen oder mutwillig Geräte beschädigen.
Trotz der offiziellen Sperrzeiten kommt es jedoch immer wieder vor, dass einzelne Personen oder Gruppen über die Zäune oder Absperrungen klettern und sich auf den Spielplätzen aufhalten, obwohl sie geschlossen
In Wien gibt es an manchen Bahn Stationen bestimmt Plätze die mann sich mieten kann. Dieser Platz ist meistens gut sichtbar und dafür gemacht für leute die ihre Talente zeigen wollen wie zum beispiel ein lied spielen, auf eine Gitarre spielen. Dadurch ist dort meistens Musik und die Talente der Leuten wird gezeigt, was ich persönlich richtig schön finde.
6. Woche in Wien (letzte Woche)
Heute möchte ich einen besonderen Moment aus meinem Arbeitsalltag teilen – einen dieser Augenblicke, die einen innehalten lassen und die eigene Arbeit noch sinnstiftender erscheinen lassen.
Ich hatte ein längeres, sehr intensives Gespräch mit einem Kind aus unserer Gruppe, das eine Sprachstörung hat. In ruhiger Atmosphäre und mit viel Zeit sind wir gemeinsam ins Gespräch gekommen – oder besser gesagt: in einen Austausch, der weit über Worte hinausging. Es ging nicht darum, ob jedes Wort richtig ausgesprochen wurde oder ob jeder Satz grammatikalisch korrekt war. Es ging darum, verstanden zu werden – und zu spüren, dass man gehört wird.
Mit viel Geduld, Blickkontakt, unterstützender Mimik und Gestik und kleinen sprachlichen Hilfestellungen konnte ich das Kind ermutigen, sich mitzuteilen. Dabei wurde mir erneut bewusst, wie wichtig es ist, nicht nur auf das Gesagte zu hören, sondern auch auf das, was zwischen den Zeilen liegt – auf das, was das Kind zeigen will, auch wenn es sprachlich noch nicht alles ausdrücken kann. Es war ein schönes, wertvolles Gespräch, das unser gegenseitiges Vertrauen gestärkt hat.
Neben dieser Erfahrung habe ich eine neue regelmäßige Aufgabe übernommen: Ich begleite jetzt täglich das Schlafen im Schlafraum. Diese ruhige Phase des Tages empfinde ich als besonders wichtig. Die Kinder brauchen nach dem aufregenden Vormittag einen geschützten Raum, um zur Ruhe zu kommen. Ich sorge für eine angenehme Atmosphäre, achte darauf, dass jedes Kind sich wohlfühlt, und begleite sie liebevoll in den Schlaf.
Es ist eine stille, aber sehr bedeutungsvolle Aufgabe – und ich freue mich, diese Verantwortung übernehmen zu dürfen.
Manchmal sind es genau diese kleinen, ruhigen Momente, in denen wir als pädagogische Fachkräfte den Kindern am nächsten sind.

Ich freue mich sehr, wieder nach Hause zu fahren – auch wenn die Zeit in Wien wirklich besonders war. Sechs Wochen sind vergangen, und doch fühlt es sich an, als wäre ich erst seit zwei hier. Die Zeit verging wie im Flug.
Wien ist eine beeindruckende Stadt, groß und voller Geschichte. Ich bin mir sicher, dass ich noch längst nicht alles gesehen habe, aber das, was ich entdecken durfte, hat mir sehr gut gefallen. Es war eine tolle Erfahrung, hier zu sein, all das mitzuerleben und neue Eindrücke zu sammeln.
Nach einer gemeinsamen Zeit ist es nun an der Zeit, Abschied zu nehmen. Ich hoffe das ihr unseren Blog sowohl hilfreich als auch einen Einblick in unsere Arbeit verschaft hat.
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